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Streit um Regierung: 16 Tote bei Kämpfen in Bolivien

zuletzt aktualisiert: 14.09.2008 - 10:21

La Paz (RPO). Anhänger und Gegner der Regierung von Staatschef Evo Morales lieferten sich in Bolivien Kämpfe. Nach offiziellen Angaben sind bislang 16 Menschen ums Leben gekommen.

Der bolivianische Präsident Evo Morales.  Foto: AFP, AFP
Der bolivianische Präsident Evo Morales. Foto: AFP, AFP

Wie Innenminister Alfredo Rada am Samstag bestätigte, wurden im nördlichen Departamento Pando die Leichen von acht Landarbeiten gefunden. Die Toten seien an einem Flussufer nahe der Ortschaft Porvenir gefunden worden, wo seinen Angaben zufolge bereits am Donnerstag acht Leichen entdeckt wurden. Wegen anhaltender Gewalt und Plünderungen durch rechtsgerichtete Gruppen hatte die Regierung für Pando den Ausnahmezustand verhängt.

Rada machte den Gouverneur von Pando, Leopoldo Fernandez, für das "Massaker" verantwortlich. Die Arbeiter seien kaltblütig niedergeschossen worden und nicht bei den Zusammenstößen ums Leben gekommen, sagte der Innenminister.

Morales rief seine Anhänger unterdessen mit scharfen Worten dazu auf, seine sozialistischen Reformen zu verteidigen und notfalls dafür zu sterben. Die "demokratische Revolution" müsse zu Ende gebracht werden, sagte Morales vor Gewerkschaftsführern. "Wenn wir nicht als Sieger hervorgehen, müssen wir für unser Land und das bolivianische Volk sterben", sagte der Präsident.

Morales strebt eine Verfassungsreform an, die den armen Regionen des Landes mit indianischer Bevölkerungsmehrheit eine größere Teilhabe an den Ressourcen des Landes sichern soll. Die reichen Regionen des Andenstaates, in denen viele Nachfahren europäischer Einwanderer leben, wenden sich gegen die Pläne und fordern Autonomie.

Quelle: afp

 
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