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Blutbad in Kaschmir: 35 Menschen brutal ermordet

zuletzt aktualisiert: 01.05.2006 - 18:01

Doda (rpo). 35 Hindus sind im indischen Teil von Kaschmir am Wochenende getötet worden. Mutmaßliche Islamisten überfielen am Sonntag ein Dorf und ermordeten 22 Bewohner. Augenzeugen berichten, die Opfer seien regelrecht hingerichtet worden.

Fünf weitere Personen wurden nach Polizeiangaben vom Montag verletzt. Einige Bewohner des Dorfes Thava, das rund 170 Kilometer nordöstlich von Jammu liegt, konnten fliehen und Soldaten in einem nahe gelegenen Militärstützpunkt alarmieren. Bis zu deren Eintreffen waren die Angreifer aber geflüchtet.

Die Extremisten seien uniformiert gewesen und hätten sich als Soldaten ausgegeben, berichtete einer der Verletzten. "Als wir uns vor dem Haus des Bürgermeisters versammelten, eröffneten sie das Feuer", sagte Gyand Chand, der im Krankenhaus von Doda behandelt wurde.

Im Bezirk Udhampur wurden unterdessen 13 Hirten getötet. Sie waren am Samstag entführt worden. Vier der Männer wurden am Sonntag tot aufgefunden, die anderen neun Leichen wurden am Montagnachmittag entdeckt.

Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen mehr als ein Dutzend militante muslimische Gruppen für die Unabhängigkeit des Gebiets von Indien oder seinen Anschluss an Pakistan. Der Konflikt kostete seit 1989 mehr als 66.000 Menschen das Leben.

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Quelle: afp2

 
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