Sri Lanka: Erster Soldat nach Ende des Bürgerkriegs getötet
zuletzt aktualisiert: 05.07.2009 - 10:14
Colombo (RPO). Vor gut sieben Wochen hatte Sri Lankas Regierung das Ende des Bürgerkriegs und einen Sieg über die Tamilen-Rebellen verkündet. Nun ist in dem Inselstaat im Indischen Ozean erstmals wieder ein Soldat von einem tamilischen Rebellen getötet worden.
Wie die Armee am Sonntag mitteilte, wollte der Soldat im östlichen Distrikt Batticaloa ein Boot kontrollieren. Dabei habe der Bootsführer nach der Waffe des Soldaten gegriffen und diesen erschossen. Der Mann, bei dem es sich nach Armeeangaben um einen örtlichen Anführer der Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) handelte, wurde bei einem Schusswechsel mit weiteren Soldaten verletzt.
Nach jahrzehntelangen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen hatte Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse die Rebellen im Mai für "vollständig besiegt" erklärt. Nach offiziellen Angaben waren in der Auseinandersetzung seit August 2006 mehr als 6200 Soldaten der srilankischen Armee ums Leben gekommen.
Autor: HansOlafHenkel | 05.07.09 10:24(1/1)Bürgerkrieg? Das brauchen wir auch in Deutschland.
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