Gleneagles (rpo). Beim umstrittenen Thema Klimaschutz ist der G-8-Gipfel im schottischen Gleneagles zu einer Einigung gekommen. Auch US-Präsident George W. Bush will nach Angaben des deutschen Gipelbeauftragten einem Papier zustimmen, in dem die Emission von Treibhausgasen als schädlich für das Weltklima bezeichnet wird.
Die Teilnehmer des G-8-Gipfels haben sich auf eine gemeinsame Erklärung zu Treibhausgasen geeinigt. Foto: AFP
Am Abschlussdokument, das am Freitag veröffentlicht werden sollte, werde es keine Änderungen mehr geben, sagte der Gipfelbeauftragte von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Bernd Pfaffenbach, am Donnerstag im schottischen Gleneagles.
Die Schädlichkeit von Treibhausgasen war von den USA lange Zeit bestritten worden. Konkrete Vepflichtungen zur Reduktion von Co2-Emissionen oder andere Zahlen würden in dem Dokument aber nicht erwähnt, sagte Pfaffenbach weiter.
Das Klimaabkommen von Kyoto, das die USA als einzige der G-8-Staaten nicht ratifiziert haben, werde in dem Papier ausdrücklich erwähnt. Auch dies war im Vorfeld des G-8-Gipfels zunächst umstritten gewesen.
Statt konkreter Verpflichtungen zur Senkung des Treibhausgasausstoßes werden in dem G-8-Beschluss nach Angaben von Pfaffenbach vor allem Maßnahmen aufgelistet, die dazu führen sollen, dass die weltweiten Emissionen sinken. Dazu gehörten verbesserte Umwelttechnik, weitere Forschung sowie verstärkte Zusammenarbeit auf dem Sektor mit Entwicklungsländern.
Quelle: afp