Teheran/London (RPO). Nach der wechselseitigen Ausweisung von Diplomaten denkt die iranische Regierung darüber nach, die Beziehungen zu Großbritannien herunterzufahren. "Wir überprüfen es", sagte Außenminister Manuschehr Mottaki am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.
Irans Außenminister Manouchehr Mottaki äußerte sich bei der UN in New York zu den Gesprächen in der Schweiz. Foto: AP. Foto: AFP
Laut Geheimdienstminister Gholamhossein Mohseni-Edschei spielen Leute mit britischem Pass auch "eine Rolle bei den Unruhen" nach der Präsidentenwahl.
Die britische Regierung versicherte, sie sei an "konstruktiven Beziehungen" zum Iran interessiert, die auf gegenseitigem Respekt gründeten. Ein Regierungssprecher übte aber gleichzeitig Kritik an Teheran.
"Der iranische Versuch, innere Angelegenheit des Iran zu einem Konflikt mit dem Vereinigten Königreich und anderen zu machen, ist zutiefst bedauerlich und ohne Grundlage." Am Montag hatte Iran zwei britische Diplomaten ausgewiesen. London forderte daraufhin auch zwei Mitarbeiter der iranischen Botschaft zum Verlassen des Landes auf. Nach den heftigen Protesten gegen die Ergebnisse der Präsidentenwahl hatte Teheran insbesondere London scharf kritisiert.
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Quelle: AFP