Kundus (rpo). Zwei deutsche Soldaten sind bei Anschlägen in Afghanistan verletzt worden. Die Männer waren als Patrouille in der Region Faisabad unterwegs und wurden Ziel eines Sprengstoff-Attentates. Die beiden Verwundeten seien außer Lebensgefahr, hieß es aus Berlin. Einer sei jedoch zur Operation nach Kundus gebracht worden.
Bundeswehr-Soldaten in Kundus. Foto: AP
Die Afghanistan-Schutztruppe wurde an diesem Dienstag zwei Mal angegriffen. Am Vormittag war zunächst bei Kundus, wo die Bundeswehr ein regionales Wiederaufbauteam unterhält, eine Patrouille rund 15 Kilometer nordwestlich der Stadt Ziel eines Anschlages. Dabei wurde den Angaben zufolge lediglich das Fahrzeug beschädigt. Es ist bereits der dritte größere Zwischenfall in diesem Jahr in der nordafghanischen Stadt.
Wenige Stunden später wurde rund 250 Kilometer von Kundus entfernt eine Bundeswehr-Streife in der Region Faisabad angegriffen, wobei zwei Soldaten verletzt wurden. Einer erlitt nach Angaben des Einsatzführungskommandos ein Knalltrauma, der zweite wurde zur Operation nach Kundus gebracht. Beiden geht es den Umständen entsprechend gut, hieß es.
Zuletzt hatte es vor zwei Monaten im Norden mehrere Anschläge mit vier verletzten deutschen Soldaten gegeben. Im Rahmen des Mandats für die Internationale Schutztruppe ISAF ist die NATO in Afghanistan mit rund 9000 Soldaten im Einsatz, darunter derzeit 2780 Deutsche. Zunächst vor allem auf die Hauptstadt Kabul beschränkt, wurden von der Bundeswehr zunächst regionale Wiederaufbauteams in Kundus und Faisabad aufgebaut. Seit wenigen Tagen hat die Bundeswehr die Verantwortung für den gesamten Norden des Landes von der neuen Basis Mazar-i-Sharif aus übernommen.
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Deutsche Soldaten sind bei Sprengstoffanschlägen in Afghanistan verletzt worden. Foto: AP
Quelle: afp2