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ABC-Waffen werden wohl nie in Irak gefunden: ABC-Waffen in Irak? Blairs nein, aber...

zuletzt aktualisiert: 11.01.2004 - 15:38

London (rpo). Vor wenigen Monaten zog Tony Blair mit US-Präsident Bush wegen vermuteter Massenvernichtungswaffen in Irak in den Krieg. Nun hat er verkündet, man werde vielleicht niemals Massenvernichtungswaffen finden. Und liefert dafür gleich eine obskure Rechtfertigung.

In einem Land, dass doppelt so groß wie Großbritannien sei, wäre es "nicht überraschend", wenn man "verstecktes Zeug" nicht finde, sagte Blair am Sonntag dem britischen BBC-Fernsehen. Es gebe derzeit keine gesicherten Erkenntnisse darüber, was mit den in Irak vermuteten Waffen passiert sei. "Zu diesem Zeitpunkt" könne jedoch nicht behauptet werden, dass er mit Warnungen vor einer Gefahr irakischer Massenvernichtungswaffen falsch gelegen habe. US-Inspektoren hätten außerdem bereits "eine ganze Reihe von Beweisen" für irakische Geheimaktionen gefunden, die den Vereinten Nationen hätten gemeldet werden müssen.

Der britische Regierungschef sagte weiter, die Angelegenheit der insgesamt neun britischen Staatsangehörigen auf dem kubanischen US-Stützpunkt Guantánamo könne in "wenigen Wochen" gelöst werden. Er könne aber noch nicht sagen, wie dies geschehen solle. Auf Guantánamo sind zurzeit rund 660 Gefangene inhaftiert, die meisten von ihnen sind mutmaßliche Taliban oder Mitglieder des Terrornetzwerks El Kaida.


 
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