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Afghanistan Panorama Konvoi, Ap 2009-1024
  Foto: AP, AP
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Afghanistan: Abdullah schließt Zusammenarbeit mit Karsai aus

zuletzt aktualisiert: 24.10.2009 - 10:22

Washington (RPO). Der Herausforderer des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, Abdullah Abdullah, will sich bei einem Sieg Karsais nicht an der Regierung beteiligen. Unterdessen haben die radikalislamischen taliban die Bevölkerung zu einem Boykott der am 7. November stattfindenden Wahl aufgerufen.

Abdullah sagte, er habe Karsais Kabinett vor dreieinhalb Jahren verlassen und seither nicht das Bedürfnis verspürt, ihm wieder anzugehören, sagte der frühere Außenminister in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN, das am Freitag vorab in Auszügen veröffentlicht wurde. Sollte Karsai die Stichwahl am 7. November in einem "transparenten und glaubwürdigen Prozess" gewinnen, werde er aber der Erste sein, der ihm gratuliert, sagte Abdullah.

Der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, rechnet bei dem zweiten Wahlgang mit weniger Problemen. Dies sagte er am Freitag vor Journalisten. Die erste Runde am 20. August war von massivem Betrug überschattet. Nach dem Zwischenergebnis hatte Karsai die absolute Mehrheit errungen, wegen des Betrugs wurden aber mehr als eine Million Stimmen für ungültig erklärt. Dadurch kam der Amtsinhaber laut offiziellem Endergebnis nur noch auf gut 49 Prozent.

Taliban rufen zum Boykott der Stichwahl in Afghanistan auf
Derweil haben die radikalislamischen Taliban zum Boykott der Stichwahl um das Präsidentenamt in Afghanistan aufgerufen. Jedem, der an der Wahl teilnehme, wurde mit Gewalt gedroht. Wer am 7. November zur Wahl gehe, trage "selbst die Verantwortung für seine Handlung", hieß es in einer Erklärung der Islamisten.
Bei der Wahl zwischen Amtsinhaber Hamid Karsai und Herausforderer Abdullah Abdullah handele es sich nur um einen "gescheiterten amerikanischen Prozess". Die Taliban drohten, sie würden die Stichwahl mit Angriffen auf den Feind verhindern. Die Stichwahl wurde angesetzt, weil es bei der ersten Runde im August offenbar zu massiver Wahlfälschung kam.

Quelle: AFP/felt

 
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