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Ägyptischer Präsident
Al-Sisi entschuldigt sich für Schuh-Attacke eines Polizisten

Eklat bei Pressekonferenz von Merkel und Al-Sisi
Eklat bei Pressekonferenz von Merkel und Al-Sisi FOTO: dpa, bvj sab soe
Kairo. Nach einer Schuh-Attacke eines Polizisten auf einen Anwalt hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine für ihn seltene öffentliche Entschuldigung ausgesprochen.

In einer Erklärung rief der ägyptische Staatschef am Sonntag dazu auf, dass alle Ägypter die für sie geltenden Rechte und Freiheiten respektieren sollten. Er entschuldige sich bei den ägyptischen Anwälten und allen Bürgern des Landes, die Opfer eines Missbrauchs geworden seien, teilte Al-Sisi mit.

Im Nil-Delta hatte ein stellvertretender Polizeichef einen Juristen mit dem Schuh geschlagen. In der arabischen Welt gilt dies als ernsthafte Beleidigung. Der Vize-Polizeichef wurde am Sonntag von einem Gericht in der Provinz Damietta zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Aber auch der geschlagene Anwalt muss für einen Monat hinter Gittern, weil er den Polizisten laut dem Gericht verbal beleidigt hatte.

Nach dem Vorfall in der vergangenen Woche hatte der Anwaltsverband des Landes zu einem eintägigen Generalstreik am Samstag aufgerufen. Die Aktion wurde daraufhin am Sonntag von vielen ägyptischen Zeitungen als Titelthema gewählt. Laut Medienberichten beteiligten sich 90 Prozent der Anwälte an dem Streik.

(ap)
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