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Afghanische Hauptstadt
Autobomben-Explosion erschüttert Kabul

Kabul. Nur wenige Stunden nach einen Selbstmordanschlag mit mindestens 24 Toten ist im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Autobombe explodiert.

Nach Polizeiangaben ereignete sich die Detonation am Montagabend im Stadtteil Schar-e Nau hinter dem Hauptsitz der Kabul Bank. Der Polizeisprecher, der nicht genannt werden wollte, berichtete zudem von Schusswechseln in der Gegend. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen.

Die Explosion ereignete sich kurz nach 23 Uhr (Ortszeit). Im weiten Umkreis wurden Fensterscheiben erschüttert. Kurz vor den wichtigen Feiertagen des islamischen Opferfestes sind in dem Stadtteil viele Geschäfte bis spät geöffnet, Menschen kaufen Delikatessen und neue Kleider. In dem Viertel gibt es neben vielen Hotels auch eine ganze Reihe möglicher anderer Angriffsziele, darunter einen Komplex des Innenministeriums.

Bei zwei Anschlägen der radikalislamischen Taliban in Kabul waren zuvor mindestens 24 Menschen getötet und 91 weitere verletzt worden worden. Nach Angaben der Extremisten richteten sich die Attentate gegen das afghanische Verteidigungsministerium und die Polizei.

Die Taliban weiten derzeit ihre Sommeroffensive gegen die afghanischen Sicherheitsbehörden aus. Am 25. August hatte es in Kabul einen blutigen Angriff auf die Amerikanische Universität gegeben, bei dem 16 Menschen getötet worden waren. Erst nach zehn Stunden gelang es den afghanischen Sicherheitskräften, den Angriff auf den Campus zu beenden und die letzten Angreifer zu töten.

(felt/dpa/AFP)
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