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Friedenskonferenz mit Taliban-Beteiligung: Afghanischer Außenminister weist Beck-Vorschlag zurück

zuletzt aktualisiert: 05.04.2007 - 19:13

Hamburg (RPO). Der afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta hat den Vorschlag von Kurt Beck strikt abgelehnt, eine neue Afghanistan-Friedenskonferenz unter Beteiligung gemäßigter Taliban-Vertreter einzuberufen. Es gebe keine moderaten und nicht-moderaten Taliban, erkärte Spanta - so, wie es in Deutschland auch keine "moderate NPD" gebe.

"Als militärische und politische Kraft sehe ich keine moderaten und nicht-moderaten Taliban", sagte er am Donnerstag dem NDR.

Eine solche Klassifizierung sei eine Erfindung von denjenigen, "die von Afghanistan keine Ahnung haben". Spanta erklärte, genausogut hätte Beck vorschlagen können, in Rheinland-Pfalz mit einer "moderaten NPD" eine Koalition zu schließen.

Weiter sagte Spanta: "Ohne Zweifel gibt es bei den Taliban eine Reihe von Menschen, die im Prinzip instrumentalisiert worden, indoktriniert worden sind, von ausländischen Kräften." "Auf allen Wegen" solle deshalb versucht werden, diese Menschen wieder einzugliedern, einzubinden in den Friedensprozess. Anlass für ein großes Treffen in der Tradition der Konferenzen auf dem Petersberg 2001 und 2002 sah Spanta aber nicht.

Die Entsendung der deutschen Tornado-Aufklärer begrüßte der afghanische Außenminister ausdrücklich. "Das ist eine friedenssichernde Aufgabe." Diejenigen, die das Leben von Afghanen, von deutschen Zivilsten und auch Soldaten schützen wollen, sollten in der Lage sein, die "Wege und Bewegungen von Terroristen herauszufinden, zu analysieren und später zu kontrollieren." Afghanistan sei Deutschland sehr dankbar.

Am Montag starteten sechs Bundeswehr-Tornados auf den Weg nach Afghanistan. Die Tornados, die in ganz Afghanistan und somit auch im umkämpften Süden eingesetzt werden sollen, werden am Donnerstag an ihrem Stationierungsort im nordafghanischen Masar-i-Scharif erwartet.

Quelle: afp

 
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