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Taliban bekennen sich
Mindestens 21 Menschen bei Bombenanschlag in Provinz Kundus getötet

Afghanistan: Mindestens 21 Menschen bei Bombenanschlag in Provinz Kundus getötet
Vor etwas mehr als einem Monat hat es einen Taliban-Angriff auf das Parlament in Kabul gegeben. FOTO: ap
Kundus. Im früheren Einsatzgebiet der Bundeswehr in Afghanistan ist es am Wochenende zu einem schweren Bombenanschlag gekommen. Mindestens 21 Menschen wurden in der nordafghanischen Provinz Kundus getötet, wie die Behörden mitteilten.

Nach Angaben des afghanischen Innenministeriums sprengte sich ein Selbstmordattentäter am Samstagabend im Distrikt Chanabad in die Luft und tötete ausschließlich Zivilisten. Laut lokalen Behörden waren hingegen Milizen das Ziel des Anschlags, die gegen die radikalislamischen Taliban kämpfen. Sie sprachen von 22 Toten. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

In Afghanistan war zum Jahreswechsel der Nato-geführte Kampfeinsatz nach 13 Jahren zu Ende gegangen. Am Folgeeinsatz zur Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte durch Ausbildung und Beratung sind Soldaten aus 40 Staaten beteiligt, darunter derzeit rund 860 Bundeswehrsoldaten, die für den Norden des Landes zuständig sind. Ihr Feldlager in Kundus hatte die Bundeswehr 2013 an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul war es in den vergangenen Tagen zu der verheerendsten Anschlagserie seit Jahren gekommen. 51 Menschen wurden dort bei mehreren Anschlägen seit Freitag getötet. Die radikalislamischen Taliban, die ihre jährliche Sommeroffensive gestartet haben, bekannten sich zu zwei der drei Anschläge in Kabul.

(AFP)
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