Am 7. 12. wird Hamid Karsai erster frei gewählter Präsident von Afghanistan. Im Folgenden ein kurzer Rückblick auf die Ereignisse, die Afghanistans Weg zur Demokratie kennzeichneten.
7. Oktober 2001 - Amerikanische und britische Streitkräfte begannen mit Luftangriffen auf Ziele in Afghanistan.
13. November - Die Taliban fliehen nach wochenlangen Luftangriffen der USA und Großbritanniens aus Kabul. Die Nordallianz übernahm die Kontrolle über die Stadt.
5. Dezember - Die Afghanistan-Konferenz auf dem Bonner Petersberg legt die Grundlagen für Frieden, demokratische Entwicklung und die politische Neuordnung bis 2004 in dem zentralasiatischen Land fest.
20. Dezember - Der UN-Sicherheitsrat der Vereinten Nationen stimmt der Entsendung einer internationalen Schutztruppe für Afghanistan zu.
22. Dezember - Die Interimsregierung unter Präsident Hamid Karsai wird vereidigt.
19. Juni 2002 - Mit der Bestätigung der neuen Interimsregierung für Afghanistan geht die Loja Dschirga - die Große Ratsversammlung - zu Ende. Karsai benennt die Mitglieder seines neuen Kabinetts.
5. September - Afghanischer Präsident überlebt einen Mordanschlag.
3. November 2003 - Die afghanische Regierung stellt den Entwurf für eine neue Verfassung vor.
14. Dezember - Die traditionelle Loja Dschirga nimmt in Kabul ihre Beratungen über ein demokratisches Grundgesetz auf.
4. Januar 2004 - Die afghanischen Delegierten einigen sich auf eine demokratische Verfassung für ihr Land und machen damit den Weg frei für allgemeine Wahlen.
5. Mai - Drei UN-Wahlhelfer werden im Osten Afghanistans von Taliban-Rebellen erschossen.
20. August - 10,6 Millionen Stimmberechtigte sind für die Präsidentenwahl registriert. Zwölf Wahlhelfer wurden während der einjährigen Organisation der Wahl getötet.
7. September - Offizieller Beginn des Wahlkampfes für das Amt des Staatspräsidenten.
9. Oktober - Karsai gewinnt die Präsidentenwahl mit absoluter Mehrheit.
7. Dezember - Der bisherige Übergangspräsident Karsai wird als erstes frei gewähltes Staatsoberhaupt Afghanistans vereidigt.