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Symbolträchtige Reise: Ahmadinedschad pilgert nach Mekka

zuletzt aktualisiert: 17.12.2007 - 10:25

Teheran (RPO). Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist am Morgen zur Pilgerfahrt nach Mekka aufgebrochen. Er tut dies als einer von zwei Millionen frommen Muslimen. Wieder erwartet Mekka ein gigantisches Spektakel. Durch Ahmadinedschads Besuch erhält es in diesem Jahr eine hochsymbolische politische Färbung.

Ahmadinedschad küsste den Koran und las einige Suren aus der heiligen Schrift der Muslime, bevor er aufbrach. Auf der Internetseite des iranischen Staatsfernsehens hieß es, Ahmadinedschads Flugzeug nach Dschiddah sei gegen 08.30 Uhr (Ortszeit; 6 Uhr MEZ) gestartet. Ahmadinedschad nimmt auf Einladung des saudiarabischen Königs Abdullah an der Pilgerfahrt Hadsch teil. Dies gilt als hochsymbolisch, nachdem die Pilgerfahrt in der Vergangenheit zu diplomatischen Verwicklungen zwischen beiden Ländern führte.

Fast zwei Millionen fromme Muslime begannen am Montag in der saudiarabischen Stadt Mekka mit der Pilgerfahrt Hadsch. In weißen Umhängen machten sich die Gläubigen zu Fuß oder in Bussen auf in Richtung Mina, das rund fünf Kilometer östlich der heiligen Stadt liegt. Dort wollten sie den Tag mit Gebeten und Meditationen verbringen, um dann ihren Weg in Richtung des Berges Arafat fortzusetzen. Die Teilnehmer wandeln dabei auf den Spuren des Propheten Mohammed, der diesen Weg vor mehr als 1400 Jahren gegangen sein soll.

Die saudiarabische Nachrichtenagentur SPA meldete am Montag, entlang der Wegstrecke seien umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Auch Krankenwagen und Sanitäter stünden bereit. Im vergangenen Jahr waren bei einer Massenpanik in der Nähe der Brücke Dschamarat 364 Pilger totgetreten worden. In diesem Jahr nimmt der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad an der Pilgerfahrt teil, die jeder Muslim mindestens einmal im Leben unternehmen soll. Ahmadinedschad ist der erste iranische Staatschef, der das religiöse Ritual befolgt.

Quelle: afp

 
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