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Überraschende Wendung: Ahmadinedschad will über Atomprogramm verhandeln

zuletzt aktualisiert: 08.06.2006 - 13:18

Teheran (rpo). Überraschende Wende im Atomstreit: Irans Ministerpräsident Ahmadinedschad zeigt sich im Streit um das Atomprogramm seines Landes erstmals offen für Gespräche. Sein Land sei bereit, in den Gesprächen bestehende Missverständnisse auszuräumen, so der Staatschef.

Darin sollten "wechselseitige Bedenken" angesprochen werden, um Missverständnisse auszuräumen, sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad in Kaswin westlich von Teheran. Zugleich betonte er aber, dass der Iran "niemals Verhandlungen über seine eindeutigen Rechte" führen werde. Weiter sagte Ahmadinedschad, der Westen habe dem Willen des Irans nachgegeben. Zum jüngsten Vorschlag der internationalen Gemeinschaft äußerte er sich nicht.

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hatte das Angebot der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands an den Iran am Dienstag in Teheran vorgestellt. Darin sollen dem Iran offenbar begrenzte Nuklear-Aktivitäten zugestanden werden. Solana erklärte am Mittwoch in Geltow bei Potsdam, vor der Rückkehr zum Verhandlungstisch müsse Teheran die Urananreicherung zunächst vollständig stoppen. Er deutete an, dass dann nach Abschluss der Verhandlungen ein Anreicherungsprogramm möglich sein könnte.

Unterdessen teilte das chinesische Außenministerium mit, dass Ahmadinedschad in der kommenden Woche zu Gesprächen in Peking erwartet werde. Präsident Hu Jintao empfange Ahmadinedschad am Rande eines regionalen Treffens, zu dem der Iran als Beobachter geladen sei. Bei dem Gespräch der beiden Staatschefs werde auch das iranische Atomprogramm eine Rolle spielen.


 
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