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Borodaj übergibt Führung an Sachartschenko
Regierungschef von selbsterklärter Volksrepublik Donezk tritt zurück

Ukraine-Krise: Kämpfe in Mariupol fordern Tote
Ukraine-Krise: Kämpfe in Mariupol fordern Tote FOTO: ap
Donezk . Der selbsterklärte Ministerpräsident der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Alexander Borodaj, ist von seinem Posten zurückgetreten. Borodaj kündigte am Donnerstag an, seine Aufgaben dem Feldkommandeur Alexander Sachartschenko zu übergeben.

Er sei als "Krisenmanager" zu den Separatisten gekommen und ziehe sich zurück, da er seine Arbeit beim Aufbau der Volksrepublik beendet sei. Er werde aber den Posten eines Vize-Regierungschefs behalten und in der umkämpften Region bleiben. Borodaj gehört zu einem Trio russischer Staatsbürger, die in der selbsterklärten Volksrepublik Donezk das Kommando führen.

Zu dem Trio zählen neben ihm Vize-Regierungschef Wladimir Antjufejew sowie Verteidigungsminister Igor Strelkow, der auch bereits auf der ukrainischen Halbinsel Krim im Einsatz war. Antjufejew und Strelkow machen ebenso wie Borodaj kein Geheimnis daraus, dass sie früher für die russischen Streitkräfte oder den Geheimdienst Russlands arbeiteten. In Kiew und im Westen nährt dies den Verdacht, dass sie im Auftrag Moskaus handeln. 

(DEU)
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