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Luftangriffe im Jemen im Dezember: Amnesty wirft USA Beteiligung vor

zuletzt aktualisiert: 07.06.2010 - 07:52

Kairo (RPO). Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den USA vorgeworfen, an Luftangriffen auf mutmaßliche Verstecke des Terrornetzwerks Al-Qaida im Dezember beteiligt gewesen zu sein.

Ein  Foto: Amnesty International, AP
Ein Foto: Amnesty International, AP

Es gebe Hinweise darauf, dass die US-Streitkräfte bei den Angriffen Streumunition eingesetzt und außerdem keine ausreichenden Vorkehrungen zum Schutz von Zivilpersonen getroffen hätten, erklärte Amnesty am Montag. Die Organisation berief sich auf fünf nach den Angriffen vom 17. Dezember aufgenommene Fotos.

Der stellvertretende Direktor des Nahost- und Afrikaprogramms von Amnesty, Philip Luther, sagte, unter den Opfern seien viele Frauen und Kinder gewesen. Er bezeichnete die Angriffe als "grob unverantwortlich, vor allem wegen des wahrscheinliches Einsatzes von Streumunition". Mehr als 30 Staaten haben eine neue internationale Konvention zum Verbot von Streubomben ratifiziert, die USA sind aber nicht darunter.

Nach den Luftangriffen in der südlich von Sanaa gelegenen Provinz Abjan hatten die jemenitischen Behörden zunächst mitgeteilt, dabei seien 34 Al-Kaida-Kämpfer getötet worden. Ein Parlamentsausschuss erklärte aber später, neben Extremisten seien auch 41 Zivilpersonen getötet worden.

Jemenitische Sicherheitskräfte erklärten, sie hätten die Angriffe geflogen. Die USA haben offiziell nicht bestätigt, daran beteiligt gewesen zu sein.

Quelle: apd/das

 
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