| 16.31 Uhr

Bewältigung der Flüchtlingskrise
Merkel verspricht Italien mehr Hilfe aus Deutschland

Angela Merkel sagt Italien Hilfe bei Bewältigung des Flüchtlingsandrangs zu
Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer (Archiv). FOTO: dpa, lkl jai
Berlin. Italien pocht auf mehr Solidarität in der EU bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise und droht mit einem Hafen-Verbot für Flüchtlingsboote. Kanzlerin Merkel sagt dem Land nun mehr Hilfe zu.

"Wir werden auf jeden Fall auch von deutscher Seite Italien helfen bei der Bewältigung dieser Probleme", sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag. Konkrete Maßnahmen nannte sie nicht, verwies aber auf das Treffen der EU-Justiz- und Innenminister in der nächsten Woche. Der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni sagte, er erwarte konkrete Zusagen.

Die italienische Regierung hatte damit gedroht, Schiffe ausländischer Hilfsorganisationen mit geretteten Migranten abzuweisen, falls andere EU-Staaten das Land nicht endlich in der Flüchtlingskrise mit konkreten Taten unterstützen. Boote könnten demnach in Häfen der jeweiligen Herkunftsländer umgeleitet werden. In den vergangenen Tagen waren mehr als 10.000 Migranten gerettet und nach Italien gebracht worden. 

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) forderte mehr Unterstützung für Italien. "Das wichtigste ist, dass Menschenleben gerettet werden und dass die Geretteten Schutz und Unterstützung bekommen", sagte UNHCR-Sprecherin Cécile Pouilly. Italien dürfe nicht allein gelassen werden. "Es ist mehr Solidarität von anderen Ländern nötig, darunter eine größere regionale Verteilung der Verantwortung", sagte sie. "Die Lösung kann nicht allein Italien sein."

(dpa)
 
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