Atomstreit: Annan fordert Iran zu Verhandlungen auf
zuletzt aktualisiert: 09.02.2006 - 20:52New York (rpo). UN-Generalsekretär Kofi Annan hat sich im Atomstreit mit dem Iran zu Wort gemeldet. Er forderte das Mullah-Regime auf, sein Atomprogramm nicht fortzusetzen und weiter mit den Europäern sowie mit Russland zu verhandeln.
Annan drängte Teheran, die Gespräche über eine Auslagerung der Urananreicherung nach Russland weiterzuverfolgen. Wichtig sei, dass sowohl Iraner als auch Europäer erklärt hätten, dass die Verhandlungen nicht tot und sie zu Gesprächen bereit seien. Während solcher Gespräche sei es ferner wichtig, dass keine Schritte unternommen würden, die die ohnehin angespannte Lage weiter eskalieren ließen, sagte Annan.
Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hatte am Samstag mit großer Mehrheit für eine Übergabe der Iran-Akte an den UN-Sicherheitsrat gestimmt. Die Akte ging inzwischen beim Sicherheitsrat ein, wie dessen derzeitiger Präsident, US-Botschafter John Bolton, in einem Schreiben an IAEA-Generalsekretär Mohamed ElBaradei bestätigte.
Mit einer Auslagerung der Urananreicherung nach Russland könnte Teheran Befürchtungen entkräften, dass es sein Uran zu waffenfähigem Material anreichern will. Gespräche darüber sind für den 16. Februar in Moskau anberaumt.
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