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Iraker unter Verdacht: Anschläge in Amman offenbar nicht von Jordaniern verübt

zuletzt aktualisiert: 12.11.2005 - 15:36

Amman (rpo). Offenbar sind die Anschläge auf drei Luxushotels in Amman nicht von Jordaniern verübt worden. Das teilte der stellvertretende jordanische Ministerpräsident Marwan Muascher am Samstag mit. Seinen Angaben zufolge handelte es sich bei den Selbstmordattentätern um drei Männer, eine Frau sei nicht dabei gewesen.

Die Anschläge auf drei Luxushotels in Amman sind nicht von Jordaniern verübt worden. Muascher reagierte damit auch auf eine Erklärung der Terrorgruppe Al Qaida im Irak, in der es geheißen hatte, vier Iraker, darunter ein Ehepaar, hätten die Anschläge verübt. Bei den Explosionen wurden mindestens 57 Menschen mit in den Tod gerissen.

"Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass Al Qaida hinter den Anschlägen steht und insbesondere die Leute von Abu Mussab al Sarkawi", sagte der jordanische Vizeregierungschef. Zur Nationalität der Attentäter wollte sich Muascher zunächst nicht äußern. Diese werde später bekannt gegeben, sagte er.

Aus jordanischen Polizeikreisen verlautete, mindestens zwei der Attentäter hätten mit irakischem Akzent gesprochen. Zwölf Verdächtige würden im Zusammenhang mit den Anschlägen verhört. Wie es hieß, wurde nach acht Fahrzeugen gesucht, die möglicherweise bei den Anschlägen verwendet wurden.

Der Anführer von Al Qaida im Irak, der gebürtige Jordanier Al Sarkawi, traf noch vor der US-Invasion 2003 aus Afghanistan kommend im Nordirak ein. Er wird für zahllose Anschläge seitdem verantwortlich gemacht. Er soll mehr als hundert Iraker zu Selbstmordattentätern ausgebildet haben. Al Sarkawi wurde in Jordanien in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Quelle: ap

 
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