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Sohn des US-Präsidenten
Anwalt verteidigt Russland-Treffen von Trump Jr.

Anwalt verteidigt Russland-Treffen von Donald Trump Jr.
Donald Trump und seine Gattin Melania beim U.S. Women's Open Championship im Trump National Golf Club in Bedminster. FOTO: afp, ms
Washington . Auch am Wochenende hat die Russland-Affäre dem US-Präsidenten keine Ruhe gelassen. So sah sich Donald Trump selbst als Gast eines Golf-Major-Turniers zu einer Tirade bei Twitter genötigt. Sein Anwalt schaltete sich ebenfalls ein.

Der Anwalt von US-Präsident Donald Trump hat das Treffen von Präsidentensohn Donald Trump Jr. mit einer russischen Anwältin erneut verteidigt. Trump Jr. habe in keiner Weise rechtswidrig gehandelt, sagte Jay Sekulow am Sonntag in einer Reihe von US-Fernsehsendungen.

Er betonte, der Präsident selbst habe nicht an dem Treffen im vergangenen Jahr teilgenommen und habe davon auch nichts gewusst. Trump zeigte sich indes bei einem Golf-Major, grüßte seine Fans - und kritisierte Protestierende via Twitter.

"Danke an alle Unterstützer, die die Zahl der Demonstranten weit überstiegen haben, gestern bei den Women's US Open. Sehr cool!", schrieb er am Sonntag. Während des Turniers, aus dem die 23-Jährige Sung Hyun Park aus Südkorea als Siegerin hervorging, winkte er Anhängern zu und gab jenen ein Daumen hoch, die beispielsweise Mützen mit seinem Wahlkampf-Slogan "Make America Great Again" trugen. Der Präsident erntete lauten Jubel, als er nachahmte, einen Golfschläger zu schwingen.

Absetzung des "sexistischen Trumps" gefordert

Außerhalb der Anlage in Bedminster im US-Staat New Jersey - die Trump selbst gehört - standen am Sonntag Protestierende. Unter anderem forderten vier in lilafarbene T-Shirts gekleidete Demonstranten, die Absetzung des "sexistischen Trumps".

In Washington brodelte unterdessen die Russland-Affäre weiter. Der hochrangigste Demokrat im Geheimdienstausschuss des US-Senats, Mark Warner, sagte, er wolle jeden, der bei dem Gespräch mit der russischen Anwältin im Sommer 2016 anwesend war, vorladen.

Vor seinem Gremium sollten diese Personen Fragen beantworten. "Ich will von jedem die eigene Version der Geschichte hören. Ich denke, wir könnten herausfinden, dass es noch andere Treffen gab. Wir wissen das noch nicht", sagte Warner im US-Fernsehsender CBS.

Die Bereitschaft von Trumps ältestem Sohn, die Anwältin zu treffen und dabei belastende Informationen über die damalige Präsidentschaftsrivalin Hillary Clinton zu erhalten, hatte erneute Fragen zu Absprachen zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und Russland aufgeworfen.

Der US-Präsident machte abermals die "Fake News" Medien für das Thema verantwortlich, das ihn schon seit Monaten beschäftigt. Sein Sohn werde von der Presse angegriffen, twitterte er. Die betrügerische Berichterstattung der "Fake News" verzerre die Demokratie im Land.

(ap)
 
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