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Gewalt in Syrien: Assad-Truppen setzen Beschuss von Homs fort

zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 - 10:20

Damaskus (RPO). Die syrische Armee hat nach Angaben der Opposition am Dienstag den schweren Beschuss der Stadt Homs fortgesetzt. Die sogenannten Revolutionskomitees berichteten, seit Montagmorgen seien landesweit 128 Menschen getötet worden, davon alleine 95 in Homs.

Der Nachrichtensender Al-Arabija strahlte am Dienstag Live-Aufnahmen aus der Hochburg der Gegner von Präsident Baschar al-Assad aus, auf denen deutlich der Einschlag von Granaten zu hören ist.

Regierungsgegner zogen einen Zusammenhang mit dem bevorstehenden Besuch des russischen Außenminister Sergej Lawrow in Damaskus. Mit den Angriffen auf die Oppositionshochburg wolle Staatschef Baschar al-Assad seinem Gast demonstrieren, dass er die Lage im Griff habe, sagte Catherine al-Talli vom Syrischen Nationalrat.

Russland ist einer der wenigen Verbündeten Assads und hat zusammen mit China eine Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat blockiert.

In Homs konzentrierten sich die Angriffe nach Darstellung der Opposition erneut auf den Stadtteil Bab Amro. Dort sei die Stromversorgung zusammengebrochen, und es gebe keinerlei Verbindung in das Stadtviertel. Ein Arzt, der Hilfe leisten wollte, sei verletzt worden, sagte ein Oppositioneller. Die Regierung erklärte, das Militär bekämpfe in Homs Terroristen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich vom Beschuss der Stadt erschüttert. Das Bombardement sei nicht zu akzeptieren und untergrabe die Legitimität der Regierung in Damaskus, erklärte Ban am Montag und forderte das sofortige Ende der Gewalt.

Die Arabische Liga kritisierte den Einsatz von schweren Waffen gegen Zivilisten und warnte vor einem Bürgerkrieg. Die Berichte aus Syrien über den seit elf Monaten anhaltenden Aufstand können nicht überprüft werden, weil die Regierung internationalen Journalisten kaum Zugang gewährt.

Quelle: REU

 
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