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Gewalt in Syrien: Assads Truppen setzen Offensive fort

zuletzt aktualisiert: 12.02.2012 - 11:41

Kairo (RPO). Wenige Stunden vor einem Treffen der Arabischen Liga zur Krise in Syrien haben Regierungstruppen erneut mehrere Oppositionshochburgen unter Beschuss genommen. Mindestens elf Menschen wurden nach Angaben von Aktivisten am Sonntagvormittag landesweit getötet, die meisten von ihnen in der Stadt Homs.

Auch die Provinzen Daraa und Hama seien erneut angegriffen worden. Am Nachmittag wollten die Außenminister der Arabische Liga in Kairo über den Umgang mit dem Regime von Baschar al-Assad beraten.

Nach Angaben aus Organisationskreisen geht es vor allem um einen Vorschlag, die derzeit unterbrochene Beobachtermission in Syrien gemeinsam mit den Vereinten Nationen fortzusetzen. Die Liga war zuvor mit ihrem Ziel gescheitert, das Blutvergießen mit Hilfe der arabischen Beobachter zu beenden.

Der Nationalrat der syrischen Opposition erwartet derweil, von arabischen Staaten als legitime Vertretung des syrischen Volkes anerkannt zu werden. Vor dem Liga-Treffen wollte der Golfkooperationsrat zu Gesprächen zusammenkommen. Dem Gremium gehören neben Saudi-Arabien und den Emiraten auch Bahrain, Kuwait, Oman und Katar an.

Al Qaida unterstützt Rebellen

Der Chef des Terrornetzes Al-Qaida, Aiman al-Sawahiri, hat in einem Internetvideo die Revolte in Syrien unterstützt. In dem Video mit dem Titel "Vorwärts, Löwen von Syrien" beschuldigt Sawahiri die syrische Führung der Verbrechen gegen ihre Bürger, wie das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE am Sonntag mitteilte.

Das am Samstag eingestellte achtminütige Video zeigt demnach den El Kaida-Chef vor einem grünen Vorhang, wie er alle Muslime in der Türkei, in Jordanien und dem Libanon dazu aufruft, die Rebellion gegen das "anti-islamische Regime" in Damaskus zu unterstützen. An die Syrer appelliert er laut SITE, den westlichen oder arabischen Regierungen nicht zu vertrauen. Diese wollten nur eine von ihnen abhängige Regierung in Damaskus installieren.

 

Quelle: dpa/AFP

 
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