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Telekommunikations-Riese half Geheimdienst
AT&T gewährte NSA Zugang zu Milliarden E-Mails

Wer hört wen ab - und was man dagegen tun kann
Wer hört wen ab - und was man dagegen tun kann FOTO: dpa, Jens Büttner
Washington. Der US-Telekommunikationskonzern AT&T hat Medienberichten zufolge dem US-Geheimdienst NSA "bereitwillig" Zugang zu Milliarden E-Mails gegeben, die durch seine Netzwerke zirkulierten. Im Rahmen des 1985 gestarteten Programms "Fairview" habe AT&T dem Geheimdienst auch erlaubt, über die von ihm betriebenen Leitungen die Internetkommunikation des UN-Hauptquartiers in New York zu überwachen.

Das berichten die "The New York Times" und die Rechercheorganisation "ProPublica" unter Berufung auf neue Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden.

Der Konzern habe sich "sehr kooperativ" gezeigt und eine "extreme Bereitschaft zu helfen" bewiesen, schrieben die Medien. Laut den Dokumenten gewährte AT&T dem Geheimdienst von 2011 an Zugang zu den Daten von täglich 1,1 Milliarden Handygesprächen. AT&T und andere Firmen werden in den Dokumenten nur mit Codenamen genannt, doch identifizierten frühere Geheimdienstmitarbeiter die Unternehmen. Es war unklar, ob die Programme heute noch weiter laufen. Die Dokumente Snowdens stammten von 2003 bis 2013.

Ein Unternehmenssprecher von AT&T betonte, dass die Firma Ermittlungsbehörden keine Informationen ohne entsprechenden Gerichtsbeschluss gebe, außer wenn Gefahr in Verzug sei. Den Berichten zufolge erfolgte die Überwachung der Kommunikation der Vereinten Nationen auf Anweisung des geheimen Sondergerichts Foreign Intelligence Surveillance Court. Allein das Programm "Fairview" kostete die NSA den Berichten zufolge im Jahr 2011 188,9 Millionen Dollar. Das zweitgrößte Programm namens "Stormbrew" schlug demnach mit 66,8 Millionen Dollar zu Buche.

Weitere Informationen zur NSA in unserem Dossier.

(AFP)
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