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Gespräche in der Schweiz
Atomabkommen mit Iran offenbar auf der Zielgeraden

Atomabkommen mit Iran offenbar auf der Zielgeraden
Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (links) mit seinem Kollegen aus den USA John Kerry im Gespräch. FOTO: dpa, lg ak pt ent
Lausanne. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat vorsichtige Zuversicht auf eine Einigung im Atomstreit signalisiert.
"Die Verhandlungen nähern sich dem Ende (...) Wir gehen sehr gut voran", sagte Sarif nach dem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen John Kerry am Donnerstag in Lausanne.

Zwar seien bis zu einer Einigung noch intensive Diskussionen erforderlich, aber beide Seiten verfolgten einen konkreten Weg. Er und die iranische Delegation würden solange in Lausanne bleiben bis ein Ergebnis erzielt sei, sagte Sarif auf Anfrage iranischen Medien.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP lag am Donnerstag ein Entwurf für ein Abkommen auf dem Tisch, nach dem der Iran seine Kapazität zur Anreicherung von Uran um 40 Prozent verringern muss. Dafür würden dem Entwurf zufolge die Sanktionen gegen den Iran sofort gelockert, hieß es aus Verhandlungskreisen in Lausanne.

Dass es einen Entwurf gibt, gilt als deutliches Zeichen, dass eine Einigung vor Ablauf der selbst gesetzten Frist Ende März möglich ist. Der Iran verhandelt mit den USA sowie mit den übrigen vier UN-Vetomächten und Deutschland.

Die Zahl der Zentrifugen zur Anreicherung von Uran ist zentraler Streitpunkt. Der Iran hat etwa 10.000 dieser Maschinen und wollte ursprünglich alle weiter betreiben. Die USA wollten dem Land aber ursprünglich nur 2000 Zentrifugen zugestehen. Zuletzt war über 6500 spekuliert worden. In dem Entwurf wird nach AP-Informationen nun die Zahl 6000 genannt.

 

(ap)
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