| 11.37 Uhr

Südkoreanischer Geheimdienst
Zweifel an Test von Wasserstoffbombe in Nordkorea

Atombombe - Südkorea geht bei Waffentest nicht von einer H-Bombe aus
Die gemessene Stärke des Bebens betrug 4,8. FOTO: ap
Seoul. Spekulation um einen Waffentest: Nordkorea hat nach Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes eher eine Atombombe als eine Wasserstoffbombe getestet.

Darauf deute die relativ geringe Schwäche des Erdbebens hin, das der Test ausgelöst habe, sagte der Abgeordnete Lee Cheol Woo am Mittwoch unter Berufung auf privat erhaltene Informationen der Spionagebehörde. Die gemessene Stärke des Bebens von 4,8 und die davon abgeleitete Sprengkraft entsprächen nur einem Bruchteil des Ausmaßes eines erfolgreichen Tests einer Wasserstoffbombe, sagte Lee.

Wasserstoffbomben sind zerstörerischer als Atombomben, jedoch viel schwieriger herzustellen. Auch deshalb haben die USA und Atomexperten seit langem Zweifel an früheren nordkoreanischen Meldungen von Tests sogenannter H-Bomben. Lee sitzt im Geheimdienstausschuss des südkoreanischen Parlaments.

Das kommunistische Land hatte am Mittwochmorgen über das Staatsfernsehen mitgeteilt, eine Wasserstoffbombe mit "perfektem Erfolg" getestet zu haben. Die Anrainerländer wie China, Japan und Südkorea reagierten empört. Sollte sich ein neuer Atomtest bestätigen, dürften weitere, schärfere internationale Sanktionen gegen Pjöngjang folgen.

(lukra / ap)
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