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Klimagipfel in New York: Auf China und Indien kommt es an

zuletzt aktualisiert: 22.09.2009 - 12:00

New York (RPO). Der Klimaschutz gerät angesichts der Wirtschaftskrise ins Stocken. Rund hundert Staats- und Regierungschef wollen ihm im Rahmen der Vereinten Nationen zu neuem Schwung verhelfen. Besonders im Fokus: die Auftritte der Präsidenten Chinas und Indiens. Sie sprechen für Milliarden Menschen und ihre Verantwortung für das Klima.

Nicht wenige erwarten, dass China und Indien weitergehende Zusagen zur Klimapolitik machen als die USA. Denn US-Präsident Barack Obama sind weitgehend die Hände gebunden, da sich im Kongress die Wirtschaftsinteressen in den Vordergrund drängen.

Der britische Minister für Energie und Klimaschutz, Ed Miliband, rief die Schwellenländer auf, nicht die Fehler der Industrieländer zu wiederholen, sondern mit ihnen zusammen Wege zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien zu suchen. Großbritannien will bis 2020 ein Drittel weniger Energie verbrauchen als 1990, 40 Prozent sollen dann aus erneuerbaren Ressourcen stammen.

Druck auf USA wächst

Mit dem UN-Klimagipfel am Dienstag und dem G-20-Gipfel am Donnerstag in Pittsburgh steigt der Druck auf die USA und andere reiche Länder steigen, sich zu einer deutlichen Verringerung ihrer Schadstoffemissionen zu verpflichten. Außerdem sollen sie den Entwicklungsländern beim Umstieg auf erneuerbare Energien helfen, damit nicht weiter Wälder abgeholzt werden oder Kohle verbrannt wird.

China und die USA sind jeweils für rund 20 Prozent des Ausstoßes an Treibhausgasen verantwortlich, was die Nutzung von Kohle, Erdgas oder Öl angeht. Die Europäische Union folgt mit 14 Prozent, Russland und China mit jeweils fünf Prozent.

Der chinesische Präsident Hu Jintao wird vermutlich neue Pläne zur Einsparung und zur effizienteren Nutzung von Energie vorlegen. China hat schon erklärt, bis 2020 rund 15 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Ähnliche Zusagen vor allem zur Energieeffizienz werden von Indien erwartet, das auch seine Wälder stärker schützen will.

Der Klimagipfel in New York soll eine politische Dynamik in Gang setzten, die im Dezember in Kopenhagen zum Abschluss eines Nachfolgeabkommens für das Kyoto-Protokoll von 1997 führt. Dieses Abkommen läuft 2012 aus. Bislang lehnen aber sowohl China als auch Indien konkrete Verpflichtungen ab. Sie verweisen darauf, dass auch die USA bislang zu keinen Zusagen bereit seien. Der indische Umweltminister Jairam Ramesh sagte, die Krise in den Klimaschutz-Verhandlungen sei vor allem auf die Unfähigkeit der USA zurückzuführen, glaubwürdige Ziele für die Reduzierung ihrer Emissionen bis 2020 auf den Tisch zu legen.

Quelle: AP/pst

 
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