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Libanon und Syrien: Aufnahme diplomatischer Beziehungen

zuletzt aktualisiert: 13.08.2008 - 19:42

Damaskus (RPO). Der Libanon und Syrien wollen nach Angaben aus Damaskus diplomatische Beziehungen aufnehmen. Das vereinbarten die Präsidenten beider Staaten am Mittwoch bei einem Treffen in der syrischen Hauptstadt Damaskus, wie aus Regierungskreisen verlautete.

Syriens Präsident Bashar Assad (r) und der libanesische  Präsident Michel Suleiman in Damaskus.  Foto: AP, AP
Syriens Präsident Bashar Assad (r) und der libanesische Präsident Michel Suleiman in Damaskus. Foto: AP, AP

Der libanesische Staatschef Michel Suleiman war zuvor zu einem zweitägigen Besuch in Syrien eingetroffen.

Syrien und der Libanon unterhalten seit ihrer Unabhängigkeit von Frankreich in den 40er Jahren keine umfassenden diplomatischen Beziehungen. Das ohnehin belastete Verhältnis zwischen beiden Staaten war seit dem Mordanschlag auf dem früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri 2005 auf einem Tiefpunkt. Viele Libanesen machten Syrien für die Tat verantwortlich.

Kurz vor dem syrisch-libanesischen Versöhnungsgipfel in Damaskus wurde der Libanon am Mittwoch von einem schweren Bombenanschlag erschüttert. 14 Menschen wurden getötet, darunter ein acht Jahre alter Schuhputzerjunge, wie die Sicherheitsbehörden in der nordlibanesischen Hafenstadt Tripoli mitteilten.

Der 20-Kilo-Sprengsatz war in einem Koffer versteckt. Er explodierte an einer belebten Einkaufsstraße im Stadtzentrum, unweit eines Busses, in dem zahlreiche Soldaten saßen. Der neue libanesische Präsident Michel Suleiman rief die Bevölkerung zu Versöhnung und Einigkeit auf. Auch die Europäische Union verurteilte den Anschlag.

Bei der Explosion wurden nach Angaben eines Sicherheitsbeamten etwa 40 Menschen verletzt. 15 von ihnen wurden stationär behandelt, einige von ihnen auf der Intensivstation. "Es ist noch nicht klar, ob die Bombe ferngezündet oder durch einen Zeitzünder aktiviert wurde", sagte der Beamte.

Quelle: ap

 
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