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Boden-Luft-Rakete nördlich von Aleppo eingesetzt
Aufständische schießen syrischen Helikopter ab
Syrische Kinder mitten im Krieg
Syrische Kinder mitten im Krieg FOTO: dapd, Khalil Hamra
Beirut. Die Aufständischen in Syrien haben nach Angaben von Aktivisten erstmals einen Hubschrauber der syrischen Armee mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen.

Die im Exil ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte am Dienstag mit, der Kampfhubschrauber sei von der Rakete getroffen worden, als er Stellungen in der Nähe des Militärstützpunktes Scheich Suleiman im Norden des Landes bombardierte.

"Es war das erste Mal, dass die Rebellen einen Helikopter mit einer Boden-Luft-Rakete abschossen", erklärte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die Beobachtungsstelle, deren Angaben von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden können, stützt sich auf ein breites Netz von Aktivisten und Ärzten vor Ort.

Ein bei YouTube von der Brigade Nureddin Sinki eingestelltes Video zeigt einen Hubschrauber am Himmel, dann ist eine Explosion zu hören und eine Stimme, die auf Arabisch ruft: "Saruch" (Rakete). Aus dem Hubschrauber wird ein Feuerball, dann rufen Stimmen: "Er ist getroffen. Allah Akbar (Gott ist groß)." Die größtenteils islamistische Brigade, die sich der Freien Syrischen Armee zurechnet, belagert derzeit den Stützpunkt Scheich Suleiman rund 25 Kilometer nördlich der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo.

Vor einigen Tagen eroberte sie zusammen mit zwei weiteren Brigaden die Basis 46 zwölf Kilometer westlich von Aleppo und erbeutete offenbar zahlreiche Rüstungsgegenstände. Nach Angaben der in London ansässigen Beobachtungsstelle bekamen die Rebellen in jüngster Zeit dutzende solcher Raketen wie sie jetzt beim Abschuss des Hubschraubers zum Einsatz kam.

Die türkische Regierung und die syrische Opposition fordern seit Monaten eine Flugverbotszone in Syrien, um die Luftüberlegenheit der syrischen Regierungstruppen zumindest in einigen Regionen des Landes zu beenden. Vergangene Woche hatte die Regierung in Ankara offiziell die Stationierung des NATO-Patriot-Systems zur Abwehr von Raketen oder Flugzeugen an der Grenze zu Syrien beantragt.

Quelle: AFP
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