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Nach dem Tod des Terrorführers al Sarkawi: Ausgangssperre aus Angst vor Vergeltung

zuletzt aktualisiert: 09.06.2006 - 09:53

Bagdad (rpo). Aus Angst vor Vergeltungsanschlägen nach dem Tod des Terrorchefs Abu Mussab al Sarkawi hat die irakische Regierung am Freitag eine Ausgangssperre und ein Fahrverbot in der Hauptstadt Bagdad und in Bakuda erlassen. Die Verbote gelten fünf Stunden lang, für die Zeit der Freitagsgebete. Al Sarkawi wurde am Mittwoch bei einem gezielten US-Luftangriff in der Nähe von Bakuda getötet.

Das irakische Fernsehen berichtete, das Fahrverbot gelte von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Zu dieser Zeit gehen viele Iraker in die Moscheen. In der Vergangenheit waren schon häufiger Moscheen das Ziel von Selbstmordattentätern. Angesichts der erhöhten Anschlagsgefahr solle die Bevölkerung in ihren Häusern gehalten werden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag zur Begründung.

Bagdad war schon am Donnerstag nach der Nachricht vom Tod Al Sarkawis von einer Anschlagsserie erschüttert worden. Dabei wurden mindestens 40 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt.

Al Sarkawi war Anführer der Gruppe Al Kaida im Irak und einer der meistgesuchten Terroristenführer der Welt. Die Al Kaida im Irak kündigte eine Fortsetzung des "Heiligen Kriegs" an.

Quelle: ap

 
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