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Unter chinesischer Kontrolle: Ausländische Diplomaten reisen nach Tibet

zuletzt aktualisiert: 28.03.2008 - 08:51

Peking (RPO). Eine Gruppe ausländischer Diplomaten ist von Peking aus zu einer Reise in die tibetische Hauptstadt Lhasa aufgebrochen. Die Reise wird von der chinesischen Regierung organisiert. Unter den Teilnehmern sind Vertreter der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Australiens und Italiens.

Die Diplomaten waren eigenen Angaben zufolge erst am Donnerstagabend über die anstehende Tour unterrichtet worden. US-Außenamtssprecher Sean McCormack begrüßte die Initiative, bezeichnete sie zugleich jedoch als ungenügend. Diplomaten und andere Menschen müssten die Möglichkeit erhalten, nicht nur Lhasa, sondern auch die umliegende Region zu besuchen.

Erst am Mittwoch waren 26 ausgewählte ausländische Journalisten im Zuge einer von Peking veranstalteten Reise für drei Tage nach Lhasa gereist. Die chinesische Regierung hat ausländischen Journalisten seit dem Beginn der Unruhen in Lhasa vor gut zwei Wochen den Zugang zur autonomen Provinz Tibet verwehrt und die Berichterstattung westlicher Medien über die Ereignisse als nicht den Fakten entsprechend kritisiert. Amtlichen chinesischen Angaben zufolge sind bei den Unruhen 19 Menschen ums Leben gekommen. Exil-Tibeter sprechen dagegen von etwa 140 Toten in Tibet und benachbarten chinesischen Provinzen.

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Knapp 20 protestierende Exil-Tibeter sind am Freitag in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu über die Mauern eines Geländes der Vereinten Nationen geklettert. Rund 40 Demonstranten wurden vor dem Areal festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Die 18 Tibeter in dem UN-Gelände konnten von den Sicherheitskräften zunächst nicht festgenommen werden.

Nepal wurde zuletzt heftig kritisiert, da Tibetern keine friedlichen Proteste gestattet wurden. Die Regierung in Kathmandu erklärte, sie könne keine Proteste gegen befreundete Nationen wie China zulassen.

Quelle: afp

 
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