Weiter Chaos in Ecuadors Hauptstadt: Ausnahmezustand in Quito verlängert
zuletzt aktualisiert: 10.10.2010 - 08:34Quito (RPO). Nach den gewaltsamen Polizei-Protesten Ende September hat Ecuadors Regierung den Ausnahmezustand in der Hauptstadt Quito für unbestimmte Zeit verlängert. Damit könne die Armee auch weiterhin wichtige Einrichtungen und Institutionen wie das Parlament beschützen, sagte Sicherheitsminister Miguel Carvajal am Samstag.
Mit Hilfe des Erlasses kann die Regierung die Streitkräfte zur Durchsetzung von Ruhe und Ordnung einsetzen. In den übrigen Landesteilen war der Ausnahmezustand am Freitag aufgehoben worden.
Präsident Rafael Correa hatte den Ausnahmezustand verhängt, nachdem Hunderte Polizisten am 30. September gegen geplante Kürzungen ihrer Zulagen protestiert hatten. Dabei wurde Correa mit Tränengas angegriffen und später von Polizisten für mehrere Stunden in einem Krankenhaus festgehalten. Bei der Befreiung durch die Armee wurde sein Auto beschossen.
Correa sprach von einem Putschversuch. Die Kürzungspläne sind Teil eines Sparpakets des linken Präsidenten, um die Staatsfinanzen des ölreichen Landes zu sanieren. Bis zu den Protesten war die Präsidentschaft Correas die stabilste Amtszeit eines Staatsoberhauptes in dem südamerikanischen Land seit Jahrzehnten.
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