Friedens-Nobelpreis für den US-Präsidenten: Auszeichnung Obamas selbst in Jury umstritten
zuletzt aktualisiert: 15.10.2009 - 16:35Oslo (RPO). Fünf Mitglieder sitzen im norwegischen Komitee, das den Nobelpreis vergibt. Gleich drei von ihnen hätten anfangs Bedenken gehabt, ob US-Präsident Barack Obama wirklich des Friedens-Nobelpreises würdig ist. Das berichtet eine norwegische Zeitung.
Einem Bericht der Zeitung "Verdens Gang" nach unterstützten nur der Kommissionsvorsitzende Thorbjoern Jagland und das Jury-Mitglied Sissel Roenbeck von Anfang an die Auszeichnung Obamas. Beide waren von der norwegischen Arbeiterpartei in das Gremium entsandt worden. Bedenken hatten dem Blatt zufolge die Vertreterin der Konservativen, Kaci Kullmann Five, und die der sozialistischen Linken angehörende Aagot Valle.
Die Vertreterin der Rechtspopulisten, Inger-Marie Ytterhorn, stellte dem Bericht zufolge bei den Verhandlungen Obamas Fähigkeit in Frage, seine Versprechen zu halten. Die letztliche Entscheidung des Komitees hätten sie aber unterstützt, zitierte das Blatt Ytterhorn und Five.
Der Sekretär des norwegischen Nobel-Komitees, Geir Lundestad, zeigte sich gelassen über den Bericht. Das Gremium beginne immer mit vielen Kandidaten und vielen verschiedenen Standpunkten. "Das war in diesem Jahr auch nicht anders." Am Ende sei die Entscheidung "einhellig" gefallen, sagte Lundestad der Nachrichtenagentur AFP. Die Auszeichnung am vergangenen Freitag hatte auch den US-Präsidenten selbst überrascht, er nahm die Nachricht nach seinen eigenen Worten mit "tiefer Bescheidenheit" entgegen.
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