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Bagdad
Mindestens 119 Tote und 140 Verletzte bei Anschlag

Bagdad: 119 Tote und 140 Verletzte bei Anschlag
In der Nähe dieses Hauses explodierte die Autobombe. FOTO: dpa, aj pt
Bagdad. Nach dem Selbstmordanschlag im Zentrum von Bagdad ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 119 gestiegen. Nach Angaben der Sicherheitskräfte wurden bei dem Angriff am Sonntag zudem mehr als 140 Menschen verletzt.

Zuvor war von mindestens 75 Toten die Rede gewesen. Zu der Tat bekannte sich der sogenannte Islamische Staat. Nach Behördenangaben explodierte in der Nacht zum Sonntag eine Autobombe in dem belebten Viertel Karrada, in dem viele Bewohner vor dem Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan ihre Einkäufe erledigen.

Die Bombe explodierte nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums in der Nähe eines Restaurants. Mehrere umliegende Geschäfte seien in Flammen aufgegangen. Es ist der bislang blutigste Anschlag in Bagdad in diesem Jahr.

Der IS erklärte laut dem auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmen Site, der Selbstmordanschlag habe sich gegen eine Ansammlung von Schiiten gerichtet. Die IS-Miliz verübt immer wieder Anschläge auf Zivilisten in Bagdad und anderen irakischen Städten.

2014 hatte der IS die Kontrolle über weite Teile des Landes übernommen, zuletzt aber einige Gebiete wieder verloren. Vor einer Woche eroberte die irakische Armee die Stadt Falludscha westlich von Bagdad zurück.

(AFP)
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