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Gipfel in New York: Ban Ki Moon sieht gute Chancen für Klima-Einigung

zuletzt aktualisiert: 23.09.2009 - 06:26

New York (RPO). Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zieht ein positives Fazit nach dem Klimagipfel in New York. Er hat sich optimistisch gezeigt, dass in knapp drei Monaten in Kopenhagen eine Einigung auf ein Kyoto-Nachfolge-Abkommen erzielt wird.

US-Präsident Barack Obama und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beim Klimagipfel in New York.  Foto: UNITED NATIONS, AFP
US-Präsident Barack Obama und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beim Klimagipfel in New York. Foto: UNITED NATIONS, AFP

Durch das Gipfeltreffen "sind wir einem Abkommen näher gekommen", sagte Ban am Dienstag in New York. Die entscheidende UN-Klimakonferenz in Kopenhagen wird womöglich auf die Ebene der Staats- und Regierungschefs gehoben.

Es bleibe zwar noch immer ein langer Weg zurückzulegen, sagte Ban am zum Abschluss des Gipfels in New York. "Aber heute sind wir einem Abkommen näher gekommen." Der in New York gezeigte Elan müsse in den kommenden Wochen genutzt werden. Wenn dies geschehe, könne Kopenhagen zum Erfolg werden.

Ausdrücklich lobte Ban die Aussagen Chinas und Japans bei der von ihm einberufenen Veranstaltung. Chinas Präsident Hu Jintao hatte angekündigt, sein Land wolle bis 2020 den Zuwachs an CO2-Emissionen "beträchtlich" bremsen. Japans neuer Ministerpräsident Yukio Hatoyama versprach, sein Land werde versuchen, seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 25 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Die bisherige japanische Regierung hatte nur acht Prozent Minderung als Ziel ausgegeben. Auch der frühere US-Vizepräsident und Umweltaktivist Al Gore lobte Japan und China.

Allerdings war Hatoyama einer der wenigen, der konkrete Zahlen nannte. Auch US-Präsident Barack Obama blieb bei seinem mit Spannung erwarteten Auftritt konkrete Verpflichtungen schuldig. "Wir haben viel Dringlichkeit in den Worten der Führenden der Welt gehört. Aber es bleibt abzuwarten, ob Taten folgen", zeigte sich Oxfam-Sprecher David Waskow nach dem Gipfel zurückhaltend. "Diejenigen, die unter Hunger, Dürre oder Überschwemmungen leiden, werden nicht durch warme Worte gerettet, sondern nur durch Taten." Auch andere Umweltschützer und Hilfsorganisationen äußerten sich enttäuscht darüber, dass wenig Konkretes bei dem New Yorker Treffen herauskam. "Alle Augen sind nun auf Kopenhagen gerichtet - dort darf es kein Scheitern geben", sagte Waskow.

In der dänischen Hauptstadt soll vom 7. bis 18. Dezember ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll gefunden werden. Bisher ist die UN-Konferenz nur auf Ministerebene geplant. Allerdings gibt es verstärkte Anstrengungen, das Treffen auf höchste Ebene zu heben.

So lud der dänische Regierungschef Lars Lokke Rasmussen bei seinem Auftritt in New York die Staats- und Regierungschefs der Welt nach Kopenhagen ein. Der Erfolg der entscheidenden Konferenz in Sachen Umweltschutz hänge zu großen Teilen vom weiteren Engagement der Staats- und Regierungschefs ab, sagte Rasmussen. "Deshalb möchte Dänemark alle Staats- und Regierungschefs nach Kopenhagen einladen, um das Treffen in einem Gipfel enden zu lassen."

Quelle: AFP/jt

 
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