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US-Präsident Obama
Russische Verwicklung in Hackerangriff möglich

Barack Obama hält russische Verwicklung in Hackerangriff für möglich
Präsident Obama schließt russische Einmischungsversuche in US-Wahlkampf nicht aus FOTO: ap, PM
Washington. US-Präsident Barack Obama schließt eine russische Verwicklung in einen Hackerangriff auf E-Mails der Parteiführung der Demokraten nicht aus.

US-Präsident Barack Obama hält es für möglich, dass Russland aktiv versucht, die Wahlen in den USA zu beeinflussen. In einem Interview des Senders NBC schloss Obama nicht aus, dass Russland hinter dem Hacking von E-Mails beim Vorstand der US-Demokraten steckt. Experten hätten das Datenleck bereits auf Russland zurückgeführt, sagte er.

In der vergangenen Woche waren die E-Mails von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht worden. Sie sollen nahelegen, dass das Führungskomitee der Demokraten im Vorwahlkampf bewusst der nun zur Präsidentschaftskandidatin nominierten Hillary Clinton den Vorzug vor ihrem Rivalen Bernie Sanders gegeben haben soll. Die Parteiführung soll sogar gezielt nach Wegen gesucht haben, die Kampagne des Senators aus Vermont zu schwächen.

Am Montag hatte Clintons Team Moskau für das E-Mail-Leck verantwortlich gemacht und angedeutet, Russland wolle damit letztlich die US-Wahl zugunsten ihres republikanischen Kontrahenten Donald Trump beeinflussen. Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe am Dienstag als "paranoid" zurück, Trump selbst bezeichnete sie als Witz.

Obama sagte im Gespräch mit NBC News, das Motiv für die Verbreitung Tausender E-Mails der Demokraten-Führung kenne er nicht. Doch habe Trump wiederholt seine Bewunderung für Kremlchef Wladimir Putin kundgetan. Außerdem habe Trump in Russland eine gute Presse. Auf die Frage, ob Russland die E-Mails zur Unterstützung Trumps enthüllt haben könnte, sagte Obama: "Alles ist möglich.

(crwo/ap)
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