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YouTube-Stars führten Interview
Barack Obama schämt sich für "Trolle" im US-Wahlkampf

Barack Obama schämt sich für "Trolle" im Wahlkampf
Barack Obama verriet unter anderem seinen liebsten Star-Wars-Charakter. FOTO: ap
Washington. Im Interview mit drei YouTube-Stars sprach US-Präsident Barack Obama über ernste Themen wie das Waffengesetz und gab aber auch einige persönliche Dinge preis. Die politische Debatte in den USA etwa erinnere ihn manchmal an Diskussionen in den Kommentarspalten im Internet.

"Heutzutage gibt es so wenige Hemmungen, die Leute erfinden einfach Fakten, sie können heute das sagen, und nächste Woche erzählen sie das komplette Gegenteil", erklärte Obama am Freitag in einem Interview mit drei Internet-Stars. Die Sprache verrohe, meinte Obama: "Oft ist das wie in der Kommentarspalte, wie beim Trollen, wenn Leute einfach meinen, sie könnten sich auslassen, ohne wirklich darüber nachzudenken, was sie sagen." Unter Trollen versteht man Leute, die immer wieder feindselige Kommentare ins Internet stellen.

Der YouTuber Adande Thorne hatte Obama zuvor gefragt, ob er sich wegen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump für das amerikanische Volk schäme. "So früh im Wahlkampf hat man oft Leute, die als Spitzenreiter gelten, weil sie laut sind und viel Aufmerksamkeit bekommen", sagte Obama dazu. Trump liegt laut Umfragen im republikanischen Bewerberfeld vorne und fällt sehr oft durch populistische Kommentare auf. "Über die Zeit schauen die Wähler genauer hin", fügte Obama hinzu. "Je näher die tatsächliche Entscheidung über den Präsidenten rückt, desto nüchterner wird jeder."

Es war nicht das erste Mal, dass sich der 54-Jährige den Fragen von YouTube-Stars stellte. Neben ernsten Dingen wie schärferen Waffengesetzen oder der Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat sprach der Präsident auch über seinen liebsten "Star Wars"-Charakter (Han Solo) und erklärte, wie er einem Hund eine Hose anziehen würden (nur die Hinterbeine bedecken, nicht die Vorderbeine).

Ingrid Nilsen, die sich in ihrem YouTube-Kanal mit Mode- und Lifestyle-Themen beschäftigt, bat Obama um eine Geschichte zu einem persönlichen Gegenstand. Er präsentierte gleich mehrere: einen Rosenkranz von Papst Franziskus, eine kleine Buddha-Figur von einem buddhistischen Mönch sowie einen Poker-Chip aus Metall von einem Biker.

(dpa)
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