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Kampf gegen IS
Barack Obama will syrische Opposition stärker unterstützen

Barack Obama will syrische Opposition stärker unterstützen
FOTO: ap
Washington. Die USA wollen sich stärker in Nahost engagieren: Präsident Barack Obama hat eine Intensivierung des Kampfes gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angekündigt.

Dabei hat Obama der gemäßigten syrischen Opposition mehr Hilfe zugesichert. "Ich habe meinem Team klar gemacht, dass wir mehr machen werden, um die gemäßigte Opposition in Syrien auszubilden und auszurüsten", sagte er am Montag bei einem Besuch im US-Verteidigungsministerium.

Der Schwerpunkt liege auf Luftschlägen gegen die IS-Hochburgen in Syrien und die dort ansässige Führungsriege der Dschihadisten, sagte Obama nach Beratungen mit ranghohen Militär- und Geheimdienstvertretern im Pentagon weiter. Am Wochenende hatte die US-geführte Koalition bei den bislang umfangreichsten Luftangriffen in Syrien die IS-Hochburg Raka ins Visier genommen.

Die IS-Miliz hat Teile Iraks und Syriens besetzt und begeht in den von ihr gehaltenen Gebieten Gräueltaten. Vor einem Jahr riefen die Dschihadisten ein grenzüberschreitendes "Kalifat" aus. Die USA fliegen seit Sommer 2014 gemeinsam mit Verbündeten Luftangriffe auf IS-Stellungen. Für den Kampf am Boden setzt Washington auf die irakischen Streitkräfte, kurdische Verbände sowie die moderate Opposition gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad.

In Syrien kämpfen mehrere Gruppen um die Vorherrschaft. Präsident Baschar al-Assad konzentriert sich auf die Verteidigung eines Kerngebietes von der Hauptstadt Damaskus zum Küstenstreifen im Nordwesten, wo seine alawitischen Glaubensbrüder leben. Unterdessen haben der Islamische Staat (IS) den Osten, die rivalisierende Islamistengruppe Dschaisch al-Fatah den Nordwesten, die Kurden den Norden und die Nationalisten den Süden an sich gerissen.

 

 

 

 

(REU)
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