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Bericht der "Washington Post"
Obama wusste früh von russischer Hilfe für Trump

Barack Obama wusste von russischer Hilfe für Donald Trump
Donald Trump und Barack Obama am 10. November 2016 bei einem Treffen im Weißen Haus. FOTO: afp
Washington. Nach einem Bericht der angesehenen "Washington Post" hat die CIA den damaligen US-Präsidenten Barack Obama bereits frühzeitig über russische Versuche aufgeklärt, Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen. Obama habe jedoch öffentlich nichts unternommen.

Wie die Zeitung am Wochenende berichtet, informierten hochrangige CIA-Mitarbeiter damals das Weiße Haus über die russischen Pläne. Demnach verzichtete die Obama-Administration jedoch auf Gegenmaßnahmen - aus Sorge, selbst als Wahlmanipulator dazustehen.

Die Obama-Regierung sei zu diesem Zeitpunkt noch davon ausgegangen, dass die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton die Wahlen gewinnen würde, hieß es in dem Zeitungsbericht. Deshalb habe die ehemalige US-Regierung Moskau zwar gedrängt, jegliche Eingriffe zu unterlassen. Gegenmaßnahmen habe die Obama-Regierung aber auf die Zeit nach der Wahl verschoben.

Inzwischen spricht man von einem Fehler

Nach Trumps Wahlsieg bereuten ehemalige Regierungsmitarbeiter zutiefst, damals nicht härter gegen Moskau vorgegangen zu sein. Unmittelbar nach der Wahl hätten sie eingesehen, "dass sie falsch mit der Sache umgegangen sind", sagte ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Regierung der "Washington Post". Anstatt Gegenmaßnahmen anzustreben, sei der Fokus gewesen zu verhindern, dass Russland das Wählerverzeichnis oder Abstimmungsgeräte manipuliert.

Dem Zeitungsbericht zufolge warnte Washington Moskau mindestens vier Mal scharf vor weiteren Eingriffen, unter anderem habe Obama persönlich Putin gewarnt. Nach Einschätzung von früheren Regierungsbeamten seien die Warnungen offenbar erfolgreich gewesen, Russland habe darauf verzichtet, den Ablauf der Wahl selbst zu manipulieren.

US-Präsident Trump reagierte im Kurzmitteilungsdienst Twitter auf die Enthüllungen: "Die Obama-Regierung wusste schon lange vor den Wahlen über Einmischungen Russlands und hat nichts getan. WARUM?", schrieb er.

(csi/AFP)
 
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