Laut Bürgerrechtsorganisation: Bauprojekte sollen Kontrolle über Ost-Jerusalem stärken
zuletzt aktualisiert: 10.05.2009 - 13:47Jerusalem (RPO). Die israelische Regierung will nach Angaben einer Bürgerrechtsorganisation mit städtebaulichen Veränderungen ihre Kontrolle über Ostjerusalem festigen. In einem weitgehend geheimen, auf acht Jahre angelegten Plan seien Maßnahmen vorgesehen, die das Stadtbild dauerhaft verändern würden, erklärte die Organisation Ir Amim in einem am Sonntag veröffentlichten Bericht.
Die Regierung habe weder die Öffentlichkeit informiert noch dabei mit den Christen und Muslimen in der Stadt zusammengearbeitet, erklärte der Gründer von Ir Amim, Daniel Seidemann. Die Pläne seien "ein Akt kolossaler Unverantwortlichkeit" und könnten Jerusalem destabilisieren. Geplant sind demnach Parks, Wanderwege und Touristenattraktionen.
Nach Regierungsangaben sollen die Baumaßnahmen allen Einwohnern in Jerusalem zugutekommen. Aus dem Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verlautete am Sonntag, man werde an der Stadtentwicklung festhalten. Das Büro des Bürgermeisters äußerte sich zunächst nicht. Die Palästinenser wollen das von Israel 1967 annektierte Ostjerusalem zur Hauptstadt eines eigenen Staates machen.
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