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Tunesische Zentralbank dementiert: Ben Alis Frau soll Gold gestohlen haben

zuletzt aktualisiert: 17.01.2011 - 14:48

Paris/Tunis (RPO). Die Ehefrau des gestürzten tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali soll nach einem Pressebericht bei ihrer Flucht 1,5 Tonnen Gold aus der Zentralbank des nordafrikanischen Landes gestohlen haben.

Das französische Präsidialamt verdächtige Ben Alis Gattin Leila Trabelsi, sich bei der Notenbank vor ihrer Abreise Gold im Wert von 45 Millionen Euro beschafft zu haben, berichtete die Zeitung "Le Monde" am Montag auf ihrer Website.

Demnach hatte der Gouverneur der Zentralbank die Anfrage der Präsidenten-Frau zunächst abgelehnt, stimmte unter dem Druck Ben Alis dann aber doch zu. Anschließend habe sich Trabelsi mit dem Goldschatz über Dubai ins saudiarabische Dschiddah abgesetzt.

Die tunesische Zentralbank wies die Angaben, die sich auf französische Geheimdienstinformationen aus tunesischen Quellen stützten, umgehen zurück. Die Goldreserven seien in den vergangenen Tagen nicht angetastet worden, sagte ein Vertreter der Zentralbank.

Auch die Devisenreserven seien unberührt. Nach wochenlangen sozialen Unruhen war Ben Ali am Freitagabend ins Exil nach Saudi-Arabien geflohen. Der Unmut der Bevölkerung richtete sich gegen Korruption, Arbeitslosigkeit und politische Unterdrückung.

Quelle: AFP/awei

 
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