Callgirl wirft Vorwürfe zurück: Berlusconi: Affäre um Callgirl weitet sich aus
zuletzt aktualisiert: 25.07.2009 - 10:41Rom (RP). Das italienische Callgirl Patrizia D'Addario hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie sei von Journalisten für Falschaussagen gegen Regierungschef Silvio Berlusconi bezahlt worden. Die 42-Jährige forderte Außenminister Franco Frattini gestern auf, Beweise für seine Behauptung vorzulegen "oder sich zurückzuhalten".
Franco Frattini hatte Journalisten vorgeworfen, das Callgirl für Verleumdungen bezahlt zu haben. Die Presse habe "verleumderisch" über sie berichtet, kritisierte D'Addario ihrerseits in der von ihrer Anwältin veröffentlichten Erklärung. Sie werde gegen jede Behauptung gerichtlich vorgehen. Sie verstehe zwar Äußerungen Frattinis, dass einige Callgirls für Falschaussagen bezahlt worden seien. Dass sie damit gemeint sei, wies sie indes entschieden zurück.
Frattini hatte am Donnerstag in der britischen BBC gesagt, es seien Journalisten gewesen, "die dieses Callgirl, diese Prostituierte, bezahlt haben, damit sie öffentliche Aussagen gegen den Regierungschef macht". Ihre Äußerungen seien "absolut falsch". "Jemanden für Aussagen zu bezahlen, ist ein unmoralisches Verhalten", fügte der Minister hinzu.
D'Addario hatte kürzlich erklärt, eine Nacht mit Berlusconi verbracht zu haben. Nach den Enthüllungen sagte der Regierungschef der Presse, D'Addario habe "einen sehr genauen und extrem gut bezahlten Auftrag erhalten". Gegen sie und andere Callgirls laufen Ermittlungen, weil sie im Auftrag eines Unternehmers Abende mit Berlusconi verbracht haben sollen.
Die linksgerichtete Wochenzeitschrift "L'Espresso" hatte Abschriften von Tonaufnahmen veröffentlicht, die angeblich von einem Gespräch zwischen dem Callgirl und Berlusconi stammen. Italiens Regierungschef gerät wegen seiner Affären zunehmend unter Druck.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum