Italien: Berlusconi will Staats-TV Kritik verbieten
zuletzt aktualisiert: 10.08.2009 - 17:17Rom (RPO). Der "Cavaliere" schlägt wieder zu: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die Kritik des Staatsfernsehens RAI an der Regierung als inakzeptabel kritisiert. Das sei auch die Mehrheitsmeinung der Italiener, die schließlich für das Fernsehen zahlen würden, sagte der konservative Regierungschef dem RAI-Hörfunk.
Zudem tadelte er die linksliberale Zeitung "La Repubblica" für Berichte über private Eskapaden. Bereits Ende Juni hatte der Ministerpräsident dazu aufgerufen, keine Anzeigen mehr in dem Blatt zu schalten.
Die Familie des 72-jährigen Milliardärs besitzt das Medienunternehmen Mediaset. Zudem schlägt die Regierung RAI-Aufsichtsratsmitglieder vor. Oppositionsführer Dario Franceschini sagte, dass Berlusconi mit dem verbalen Angriff nur gezeigt habe, dass er seine ökonomische Macht nutze, um andere einzuschüchtern.
Umfragen zufolge ist die Popularität Berlusconis in der Bevölkerung in den vergangenen Monaten gefallen. Jedoch kommt er trotz der schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg und vielen Enthüllungen über sein Privatleben immer noch auf eine Zustimmung von 49 Prozent.
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