Zu Gast bei Russlands Putin: Berlusconis Privatbesuch sorgt in Italien für Kritik
zuletzt aktualisiert: 21.10.2009 - 20:02Rom/Moskau (RPO). Ein Privatbesuch von Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi bei Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hat in Italien schon im Vorfeld für Kritik gesorgt. Berlusconi wurde am Mittwoch in St. Petersburg erwartet, wie Putins Sprecher Dmitri Peskow bestätigte.
Bei dem "Privatbesuch" sollte demnach aber auch über Politik gesprochen werden. Laut Peskow sollte es unter anderem um die Zusammenarbeit im Energiesektor und die geplanten Gas-Pipelines Nord Stream und South Stream gehen. Medienberichte, wonach auch der frühere Bundeskanzler und Aufsichtsratsvorsitzende des Pipeline-Konsortiums Gerhard Schröder (SPD) sowie Frankreichs Ex-Präsident Jacques Chirac an dem Treffen teilnehmen sollten, wies der Sprecher zurück.
Die italienische Opposition kritisierte Berlusconis Besuch. Francesco Rutelli von der Demokratischen Partei sprach von einer "Geheimreise". Berlusconi habe eine "besondere Beziehung" zu Putin und zum libyschen Staatschef Muammar el Gaddafi, kritisierte Ex-Regierungschef Massimo D'Alema. Italien müsse aber auch andere gute Beziehungen pflegen. Medienberichten zufolge hat Berlusconi mehrere Flaschen Wein für Putin dabei, der am 7. Oktober 57 Jahre alt geworden ist Berlusconi auch schon in dessen Villa auf Sardinien besucht hat.
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