Kampf gegen Hunger: Bill Gates spendet Armen 120 Millionen Dollar
zuletzt aktualisiert: 15.10.2009 - 09:24Düsseldorf (RPO). Microsoft-Gründer Bill Gates kämpft gegen Hunger und Armut. Der reichste Mann der Welt und seine Frau Melinda spenden landwirtschaftlichen Projekten 120 Millionen Dollar. Das hat ihre "Bill & Melinda Gates Foundation" am Donnerstag bekannt gegeben.
Gleichzeitig fordert Gates Politiker, Umweltschützer, landwirtschaftliche Vereinigungen und Forscher auf, gemeinsam mit ihm die ärmsten Bauernfamilien der Welt zu unterstützen. Ihre Erträge und ihr Einkommen müssten gesteigert werden, damit sie Hunger und Armut aus eigener Kraft zu überwinden könnten.
"Melinda und ich sind davon überzeugt, dass es keine bessere Methode gibt, Hunger und Armut in der Welt zu verringern, als Kleinbauern dabei zu unterstützen, ihre Ernteerträge zu steigern und ihre Produkte dem Markt zuzuführen", sagte Gates.
Er erinnerte auch die G-20-Länder an ihr Versprechen. Die führenden Spendernationen und Entwicklungsländer hatten sich kürzlich dazu verpflichtet, 22 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des weltweiten Hungers einzusetzen. "Es ist erfreulich, dass die Spendernationen sich diesem Thema zuwenden", so Gates. "Aber wir müssen darauf bestehen, dass genau angegeben wird, was es mit den 22 Milliarden Dollar auf sich hat. Wie viel davon sind alte Mittel, was sind neue Mittel, wie bald steht das Geld zur Verfügung und wann werden weitere Schritte unternommen?"
Gates Foundation will nach eigenen Angaben besseres Saatgut bereitstellen, Ausbildungsprogramme fördern und einen einfacheren Zugang zum Markt ermöglichen. Das will die Stiftung mit neun Zuschussprojekten in Höhe von insgesamt 120 Millionen Dollar erreichen. Damit könnten Millionen von Kleinbauern unterstützt werden.
Konkrekt werden Subventionen für Hülsenfrüchte gewährt, die Stickstoff im Boden binden. Außerdem werden ertragreichere Sorghum- und Hirsevarianten sowie neue Süsskartoffelvarianten gefördert, die gegenüber Schädlingen resistent sind und einen höheren Vitamingehalt haben.
Ein anderes Projekt unterstützt die "Alliance for a Green Revolution in Africa" dabei, afrikanischen Regierungen bei der Entwicklung von Richtlinien zum Nutzen von Kleinbauern zu helfen. Weitere Hilfsprojekte zielen darauf ab, den Einsatz von Funkverbindungen und Handys bei der Verbreitung wichtiger Informationen für Bauern zu unterstützen, die Bereitstellung von Mahlzeiten für Schulkinder zu fördern, Schulungsprogramme und Ressourcen bereitzustellen, auf die afrikanische Regierungen bei der Regulierung von biotechnologischen Entwicklungen zurückgreifen können, und Bäuerinnen in Indien dabei zu helfen, ihre Anbauflächen und Wasserressourcen nachhaltig zu nutzen.
Die Stiftung hat bisher Förderungsmittel in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar für landwirtschaftliche Entwicklungsprojekte bereitgestellt.
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