Militärjunta: Birma entlässt mehr als 100 politische Gefangene
zuletzt aktualisiert: 20.09.2009 - 13:33Bangkok (RPO). Die Militärjunta in Birma hat offenbar mehr als 100 politische Gefangene freigelassen. Ein Menschrechtler sieht dennoch keinen "wirklichen Wandel".
Darunter seien Menschenrechts- und Demokratieaktivisten, Mönche und Journalisten, teilte die in Thailand ansässige "Hilfsvereinigung für politische Gefangene" (AAPP) am Sonntag mit. Auch Mitglieder der Oppositionspartei "Nationale Liga für Demokratie" seien freigelassen worden. Vergangene Woche hatte die Junta eine Amnestie "aus humanitären Gründen" für 7.114 Gefangene verkündet. Die wenigsten sind jedoch politische Häftlinge.
AAPP-Sekretär Bo Kyi reagierte verhalten auf den Schritt. Die meisten Freigelassenen hätte ihre Haftzeit ohnehin fast beendet. Es sei daher zu früh, von einem "wirklichen Wandel" in Birma zu sprechen. Bo Kyi forderte, alle politischen Gefangenen im Land aus der Haft zu entlassen. Deren Zahl verdoppelte sich nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in den vergangenen zwei Jahren auf rund 2.200. Prominenteste Gefangene ist Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die seit 20 Jahren fast ununterbrochen unter Hausarrest steht.
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