Zugang zu ausländischen Medien erschwert: Birma erhöht Gebühren für Satelliten-TV drastisch
zuletzt aktualisiert: 02.01.2008 - 14:23Rangun (RPO). Birma hat die Gebühren für Satelliten-Fernsehen drastisch erhöht und den Zugang zu ausländischen Medien erschwert. Die jährliche Gebühr für die Nutzung einer Satelliten-Schüssel stieg um das 167-fache von umgerechnet 3,20 Euro auf 544 Euro.
Bei Neuanmeldungen seien künftig sogar umgerechnet fast 1100 Euro fällig. "Wir kennen nicht den Grund für die Erhöhung", sagte der Post-Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Die Medien sind in Birma strikter staatlicher Kontrolle unterworfen. Für viele Menschen sind die per Satellit empfangbaren Sender wie die britische BBC oder der in Norwegen ansässige Kanal Demokratische Stimme Birmas daher die einzige Möglichkeit, ungefilterte Informationen über die Militärdiktatur zu erhalten. Während der Massenproteste im vergangenen September, die von den Militärs gewaltsam niedergeschlagen wurden, waren ausländische Medien eine wichtige Nachrichtenquelle.
Die Regierung in Rangun bezeichnet die BBC, den US-Auslandssender Voice of America und den Kanal Radio Free Asia dagegen regelmäßig als "Lügner", die es auf die Zerstörung Birmas abgesehen hätten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum