Umweltschutz: Blair fordert bessere Zusammenarbeit im Klimaschutz
zuletzt aktualisiert: 02.11.2005 - 07:31London (rpo). Großbritanniens Premierminister Tony Blair ruft die internationale Gemeinschaft zu einer besseren Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel auf. Nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 brauche die Welt ein besseres System zum Klimaschutz, so Blair auf einer Umweltkonferenz der G-8 und elf weiterer Staaten in London.
Die britische Umweltministerin Margaret Beckett erklärte, vor allem China und Indien müssten davon überzeugt werden, stärker auf die Nutzung sauberer Energien zu setzen. Die stellvertretende Weltbankpräsidentin für Umwelt und Verkehr, Kathy Sierra, kündigte an, sie wolle mit China Gespräche über Investitionen in alternative Energien führen.
An dem Treffen in London nahmen am Dienstag die Minister der G-8-Staaten (USA, Großbritannien, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Russland) teil sowie ihre Kollegen aus China, Indien, Mexiko, Brasilien, Südafrika, Indonesien, Australien, Spanien, Polen, Nigeria und Südkorea. Ziel war auch die Vorbereitung des Weltklimagipfels im Dezember in Montreal in Kanada.
Blair hat den Klimaschutz als eines der wichtigsten Ziele der britischen G-8-Präsidentschaft bezeichnet. Er strebt vor allem eine Einigung im Streit mit Washington über das Kyoto-Protokoll von 1997 an, das die USA als einziger G-8-Staat noch nicht ratifiziert haben. Auf dem G-8-Gipfel im Juli in Gleneagles in Schottland hatte sich US-Präsident George W. Bush in der Frage unnachgiebig gezeigt. Auch auf konkrete Maßnahmen im Kampf gegen die globale Erwärmung konnten sich die Staats- und Regierungschefs bislang nicht einigen.
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