Hoffnung auf mehr Konsens: Blair sieht "Evolution" in Bushs Außenpolitik
zuletzt aktualisiert: 20.01.2005 - 09:57London (rpo). Frei nach Charles Darwin hat der britische Premierminister Tony Blair eine Art "Evolution" in der Außenpolitik von US-Präsident George Bush festgestellt. Er hoffe für die zweite Amtszeit auf mehr Konsens in den internationalen Beziehungen, verriet Blair der britischen Tageszeitung "The Guardian".
"Evolution kommt aus der Erfahrung", sagte Blair dem Blatt zufolge. Die US-Regierung sei zu der Auffassung gelangt, dass man zwar mit Sicherheits- und Militärmaßnahmen gegen den Terrorismus vorgehen könne, dass aber eine Ausbreitung der Demokratie und der Menschenrechte die besten Aussichten auf eine friedliche Koexistenz biete.
Auf die Frage, ob Bush jetzt multilaterale Bemühungen um eine Lösung internationaler Probleme vorziehe, antwortete Blair, er könne nicht für die US-Regierung sprechen.
Er halte es aber für bezeichnend, dass Bushs erste Auslandsreise als wiedergewählter Präsident nach Europa führe. Er hoffe auf das Zustandekommen einer internationalen Agenda, die mehr multilateral und auf Konsens ausgerichtet sei als bisher.
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