Sri Lanka: Blutiger Anschlag zum Ende der Waffenruhe
zuletzt aktualisiert: 16.01.2008 - 06:43Colombo (RPO). Die Lage in Sri Lanka spitzt sich weiter zu: Nur wenige Stunden nach dem offiziellen Ende des Waffenstillstands wurden bei einem Bombenanschlag auf einen Schulbus 23 Menschen getötet. Nun wird mit neuen Kämpfen zwischen Tamilen und Regierungstruppen gerechnet.
67 Menschen wurden bei dem Anschlag in der abgelegenen Stadt Buttala, 240 Kilometer südöstlich von Colombo, verletzt, wie ein Militärsprecher mitteilte.
Die Bombe war den Angaben zufolge am Straßenrand versteckt. Kurz darauf explodierte in der Nähe ein zweiter Sprengsatz. Dabei wurden drei Soldaten leicht verletzt.
Der Waffenstillstand mit den Tamilen im Nordosten des Landes wurde von der Regierung aufgekündigt, nachdem er de facto schon etwa zwei Jahre zuvor zusammengebrochen war. Das Abkommen wurde 2002 unter Vermittlung von Norwegen geschlossen.
Die danach aufgenommenen Friedensgespräche mit den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) endeten jedoch in tiefen Meinungsverschiedenheiten. Die Regierung versucht jetzt, die Herrschaft der LTTE im Nordosten der Insel Ceylon militärisch zu zerschlagen. Dabei kamen in den vergangenen Wochen zahllose Menschen ums Leben.
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